Gelassenheit macht glücklich

Gelassenheit Frau liest relaxt Buch

 

Gelassenheit macht glücklich und gelassene Menschen sind glücklich

Stress entsteht, wenn man ja sagt, aber nein meint – das zitiere ich gerade von Reinhart K. Sprenger aus „Die Entscheidung liegt bei dir“.

Nein zu sagen, erfordert gesunden Egoismus. Das muss man lernen. Gerade in Situationen in denen man seine eigene Grenze nicht mehr kennt.

 

Realität ist immer subjektiv

Es gibt keine objektive Wahrheit, also kann es keine objektive Realität geben.

Deine Wahrheit und Realität ist nicht die einzige. Sie ist auch nicht die einzig wahre. Erst recht, ist sie nicht die allumfassende.

 

Gelassenheit heißt Loslassen statt anhaften

Was war ist vorbei, was kommt ist noch nicht da. Es gibt nur das Jetzt!

Gelassenheit erfordert Loslassen von positiven und negativen Anhaftungen.

 

Loslassen heißt Verlust, aber auch Freiheit

Nicht ohne Grund heißt es bei den Veden (mündl. bis 10.000 Jahre vor Chr., schriftl. ca. 4000 Jahre v. Chr.) und im Buddhismus, je weniger Du an etwas anhaftest, umso freier wirst Du sein.

Viele haben aber Angst die Anhaftungen loszulassen. Vielen geht dann der Halt verloren.

Das hat auch seine Berechtigung und deshalb, nähert man sich dem Ganzen auch nach und nach, mit seinem eigenem Tempo wie es richtig für Dich ist.

 

Manche fragen sich: Was wird aus mir, wenn ich an nichts mehr gebunden bin? Seelenruhe.

Gerade bin ich in einer solchen Situation. Ich war in meinem Leben noch nie so frei wie jetzt, so ungebunden wie derzeit.

Es fühlt sich schon seltsam, vor allem ungewohnt an. Ich hatte das in diesem Ausmaß bisher noch nie. Aber es steckt eine gigantische Vielfalt da drin. Ich kann alles machen was ich will. Die Möglichkeiten sind groß, es gibt eine große Auswahl! Ich könnte verreisen, dieses und jenes machen, aber meistens mache ich derzeit das Gegenteil. Ich ziehe mich zurück. Zurück in mich selbst.

Ich fühle mich zwar äußerlich derzeit nicht gebunden, aber innerlich bin ich verbunden. Was es manchmal schwierig macht ist, dass man es nicht im klassischen Sinne sehen kann, es nicht streicheln kann, nicht wie gewohnt mit den Ohren hören kann. Aber Du kannst es spüren und dann siehst und hörst Du es auch auf einer anderen Ebene. Es findet alles in Dir selbst statt. Wer schon länger meditiert kann das was ich hier gerade schreibe vielleicht verstehen. Es gibt aber auch Phasen, da ist nichts, da ist alles weg und genau dabei muss man ruhig bleiben. Du brauchst keine Angst haben, es kann Dir nichts passieren. Du fällst auch nicht ins Bodenlose? Normalerweise sitzt oder liegst Du ja zunächst dabei 🙂

Spaß beiseite. Es ist so schade, dass sehr viele Menschen heutzutage die Stille, die absolute Stille gar nicht mehr ertragen können. Sie haben es verlernt die Stille zu genießen. Gerade in dieser Stille die ihnen zunächst vielleicht Angst macht, weil es so ungewohnt ist, ist eine solche Tiefe, Weite und Vielfalt. Irgendwann hörst Du auch Dein innerstes, Deine Seele, Dein Selbst wie immer Du es nennst.

Meistens, wenn Du am wenigsten damit rechnest bzw. wenn Du am wenigsten darauf “lauerst”.

Später wenn Du es gewohnt bist und schon länger praktizierst, verändert sich das alles noch weiter. Es geht schneller Dich in den Zustand zu versetzen. Du kannst es zunehmend fast überall usw., aber bis dahin ist es ein langer Weg. Desto weniger Du “willst”, desto weniger Du Dich bemühst, desto weniger Du dabei zu erzwingen versuchst, desto leichter und schneller geht es!!! Und dazu brauchst Du keinerlei Drogen oder Zusatzstoffe, es ist eigentlich nur ein Dich darauf einlassen, Dich dem hingeben. Dich der Stille, dem “Nichts” hingeben….

 

Meine Geschichte

Im Jahr 2002 war ich fast in einer ähnlichen Situation. Damals nach meiner zweiten OP. Kein Job, keine Beziehung, keine Kinder. Freunde? Die Spreu hatte sich gerade vom Weizen getrennt oder ich habe mich von ihnen getrennt. Ich hatte über 6 Monaten stationär in einer Uniklinik zugebracht mit wahnsinnig starken Schmerzen und völlig unklaren Symptomen. Die Ärzte wussten nicht was ich hatte und sie wussten auch keinen rechten Rat. Als ich dabei war völlig zusammenzubrechen und für Jahre in einer stationären psychiatrischen Schmerzbehandlung (damals gab es noch keine Schmerzzentren und Schmerzkliniken wie heute) stecken zu bleiben, blieb mir noch eine letzte Chance.

Ich drohte den Ärzten und setzte sie unter Druck. Vorher bat ich, jetzt forderte ich!

Ich wollte, dass sie mich auf meine eigene Verantwortung endlich ein 2. Mal operierten. Sie sollten endlich in meinem Bauch nachsehen, was da los war. Die Diagnose war mir doch inzwischen völlig egal. Ich hatte doch inzwischen über 20 Verdachtsdiagnosen, eine Krankheit nicht besser als die andere, die meisten davon unheilbar.

Mir ging es doch nur noch darum, endlich weniger Schmerzen zu haben. Seit Monaten stand ich unter Opiaten und war trotzdem nie schmerzfrei. Aber so einfach wie ich mir das vorstellte ist das nicht. Die Ärzte brauchen eine Verdachtsdiagnose die begründet, warum sie operieren. Da aber meine Symptome völlig widersprüchlich waren und ich im Dez. 2001 in dieser Klinik bereits notoperiert worden war, waren sie sehr vorsichtig. Diese Not-OP war nur notwendig geworden und so dramatisch verlaufen, weil sie vorher etwas übersehen hatten. Aber das ist eine andere Geschichte. Da ich nun drohte in eine andere Klinik zu gehen und als Privatpatient läuft da manches anders, liefen sie nun Gefahr, dass das was sowieso schon schief gelaufen war evtl. noch größere Kreise ziehen würde.

 

Was wollte ich damals noch für und von meinem Leben?

  • Weniger Schmerzen
  • Einen groben zeitlichen Rahmen wie viel Zeit mir in meinem Leben noch blieb
  • Raus aus diesem Krankenhaus
  • Und noch ein paar Dinge in meinem Leben erleben. Genau genommen waren es eigentlich nur noch ein paar Reisen machen und das Leben dabei in Ruhe in mich ein- und aufsaugen… Mit dem Rest hatte ich schon abgeschlossen. In den Monaten im Krankenhaus hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Die Tage und Nächte werden dort sehr lang. Wenn selbst die Ärzte nicht wissen was Du hast, rechnest Du im Laufe der Zeit mit allem.
  • Aber ich hatte mir auch geschworen, wenn ich hier doch  noch mal irgendwie raus kommen und eine 2. Chance bekommen sollte (d.h. eine längere Lebenszeit), dann verändere ich mein Leben komplett und zwar um 180 Grad. Ich wusste, dann wollte ich sinnvoller leben!!! und meine wertvolle Lebenszeit nicht mit Zahlen (Umsatzzahlen, Kundenzahlen, Gewinnzahlen usw.) vergeuden. Auch wenn ich dabei sehr erfolgreich gewesen war, bedeutete mir das alles überhaupt nichts. Für mich hatte das keinen wirklichen Wert, geschweige das es mich innerlich erfüllte. Es stärkte und schmeichelte meinem Ego, aber es wärmte nicht mein Herz!

 

Es ist Deine Verantwortung. 

Ja, es war meine Verantwortung weiter dahin zu siechen und zu warten bis ich aufgab oder die letzten Kräfte zu aktivieren und noch um den Rest meines Lebens zu kämpfen, dass es wenigstens erträglich wurde.

Nichts und niemand verhilft Dir zu mehr Gelassenheit als Dein Denken und Handeln. Genauso wenig kannst Du jemanden die Schuld an Deinem Stress geben, weder Deinem Partner, Kollegen, Chef, Schwiegereltern oder auch ich damals nicht den Ärzten. Schließlich lässt Du es zu, wenn Dich jemand aus der Ruhe bringt und Du nicht selbst die Verantwortung für Dich und Dein Leben übernimmst. Ich weiß das es hart klingt und es ist auch manchmal hart, aber letztendlich ist es so.

Jammern hilft Dir nicht. Dabei bekommst Du vielleicht mal etwas Aufmerksamkeit, aber eine Lösung, eine Verbesserung erfährst Du durch jammern nicht.

Fang an und beweg Dich!

Tue etwas, dass Dein Leben besser wird.

Unternimm etwas!

Werde aktiv, dass Du weniger Stress, weniger Ärger, weniger Hektik, weniger Sorgen, weniger Probleme uvm. hast.

Mach was, dass Dein Leben trotz Deiner Umständen entsprechend lebenswert ist.

Es liegt in Deiner Hand und in Deiner Macht.

– Madeleine Bätzel –

 

Deine Einstellungen führen zu ganz bestimmten Gedanken → Deine Gedanken prägen Deine Emotionen → Deine Emotionen führen zu bestimmten Worten (deshalb wenn jemand spricht erkennst du genau die Einstellung dieses Menschen) → Deine Worte führen zu Taten → Taten führen zu Deinen Gewohnheiten → Deine Gewohnheiten führen zu Deinem Charakter → und schließlich wird daraus Deine Persönlichkeit

 

Wer soll es sonst tun, wenn nicht Du?

Wer soll die Verantwortung für Dich und Dein Leben übernehmen?

Dazu gehört:

  • Nein zu sagen, wenn Du nein meinst.
  • Dir Hilfe zu holen, wenn Du Hilfe brauchst.
  • Du musst Entscheidungen treffen, wenn Entscheidungen anstehen.
  • Du solltest Dir Gutes tun (Selbstfürsorge) und Dir was gönnen, bevor Du zusammenbrichst.
  • Halte durch und zieh die Veränderungen durch, wenn sie in Deinem Leben notwendig sind. usw. usf.

In meinem Fall damals war es nein zu sagen, zu der Weiterbehandlung der Ärzte. Auf mein Gefühl zu vertrauen, die Verantwortung für mich zu übernehmen und noch vehementer auf eine erneute OP zu drängen, zu bestehen. Es waren mehr als 10 Fachbereiche involviert. Diese symbolisch gesehen “an einen Tisch zubekommen” in einer UNIklinik? Es ist schier unmöglich als Patient. Aber ich war bis zu einem gewissen Maß abhängig von ihnen. Nach der OP war übrigens allen Ärzten vollkommen klar, wo die extremen Schmerzen herkamen und vor allem das sie da waren!!!. Sie verstanden, warum welche Symptome da waren, sich gegenseitig boykottierten und aufhoben und deshalb das völlig unklare Bild zustande kam. Es waren drei unterschiedliche Ursachen dafür verantwortlich.

Mir nützte das für den Zeitpunkt damals viel, denn endlich ließen die extremen Schmerzen nach. Aber für das was ich erlebt hatte, nützte es mir nichts mehr. Ich hatte über 7 Monate extrem gelitten, ich hatte die Schmerzen ertragen müssen trotz Medikamente, ich hatte die Prozeduren der Behandlungen über  mich ergehen lassen müssen, mir hatten die Ärzte nicht geglaubt und und und

Nun kam aber für mich der nächste Schritt: Ich musste diese Geschichte, diese Erfahrungen, die Erlebnisse in dieser Klinik, alles was damit zusammen hing loslassen und lernen mit den Folgen daraus zu leben. Natürlich hörte ich da auch von verschiedenen Seiten dies und jenes müsste ich jetzt machen, z.B.

  • Buch schreiben. – Für wen?
  • Traumatherapie. – Wieder Monate stationär irgendwo? Für mich undenkbar
  • Verklagen. – Warum? Nur weil es immer einen Schuldigen geben muss? Ersatz, Entschädigung würde ich dafür nicht bekommen.
  • Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen. – Die Krankenkasse machte Druck. Und das sollte es nun für mich gewesen sein mit 30?
  • Es mit einer neuen Arbeit (Wiedereingliederung) versuchen. – Tja, mit welcher? Ich wusste doch gar nicht was ich als Arbeit sinnvoll fand? Ob ich es überhaupt noch schaffen würde mit meiner angeschlagenen Gesundheit
  • u.v.m.

Ich machte nichts von alledem. Ich ließ mich völlig verfrüht gesundschreiben. Dadurch hatte ich endlich den Bürokratiekram und die Krankenkasse los. Ich wollte Ruhe, ich wollte wieder zu Kräften kommen, ich wollte am liebsten nichts mehr hören und sehen davon. Ich fuhr in den Urlaub. Erstmal wollte ich eine ganz andere Welt sehen und riechen. Ich flog nach Asien …

 

Rückzug ist wichtig, Gelassenheit ist eine Entscheidung

Mit Whatsapp, Emails, Facebook und Instagram prasseln jeden Tag Tausende von Reizen auf Dich ein.

Wer zur Ruhe kommen und sich selbst wahrnehmen – die Tür nach innen öffnen – will, muss die Umwelt mal auf lautlos stellen. Das ist ungewohnt und für manche langweilig, aber der erste Schritt auf dem Weg zum mehr Gelassenheit.

 

Körperliche Gelassenheit

findest Du durch:

  • Atemübungen
  • Entspannungsübungen
  • Meditation
  • Sport
  • Schlafen
  • Zur Ruhe kommen

 

Mentale Gelassenheit

zeichnet sich aus durch:

  • innere Ruhe
  • Optimismus, Zuversicht
  • Toleranz
  • Positivität
  • Lächeln
  • Innere Kraft

 

Wie kommst Du nun zu mehr Gelassenheit?

Darum geht es im nächsten Beitrag. Folgende Fragen werden dabei behandelt.

Wie findest Du zu mehr Gelassenheit? Was unterstützt Dich dabei? u.v.m.

 

Bis Bald!

Deine Madeleine
Initiatorin Selbsthilfe Glück

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