Durch Präsenz zu mehr Bewusstsein oder umgekehrt? (Mit Übungen)

Selbsthilfeglueck-Präsenz

Präsensz ist die alles organisierende, alles heilende Kraft und führt zu Bewusstsein

Präsenz: Wie willst Du wirklich präsent in einem Gespräch sein, wenn gleichzeitig der Fernseher läuft oder Du auf Deinem Smartphone Nachtrichten liest?

Wie willst Du wirklich präsent für Deine Kinder sein, wenn Du Dir während sie Dir gerade die neusten Erlebnisse und Erfahrungen ihres Tages erzählen, Du gleichzeitig überlegst, was Du später noch einkaufen musst oder wie blöd eigentlich heute wieder Deine Kollegen waren oder das Dein Mann Dich eigentlich auch mal bei all dem mehr unterstützen könnte? Meinst Du wirklich, dass Du dann für Deine Kinder präsent bist?

Wie präsent bist Du beim Austausch von Zärtlichkeiten mit Deinem Partner/in, wenn Du eigentlich todmüde, gereizt oder gar wütend bist? Meinst Du dies führt dann zu dem unvergessenen Liebesfest und dem innerlich tiefen erfüllten Liebes- und Lebenszustand? Oder reicht Dir die reine körperliche Druckentlastung?

Wie präsent bist Du, wenn Du gerade das Essen in Dich hinein stopfst ohne wirklich präsent beim Essen zu sein? D.h. wie sieht es aus Deine Essen, wie riecht es, wie schmeckt es, wie fühlt es sich im Mund an usw.

Du merkst schon ich könnte die Liste ewig so weiter führen.

Präsenz bedeutet wirklich anwesend in der Gegenwart und der räumlichen sowie zeitlichen Sichtweise zu sein. Also wirklich im HIER und JETZ zu sein. Körperlich und geistig, zeitlich und selig. Das heißt also, mit Deinem eigenem natürlichen Sein jetzt voll und ganz hier im Augenblick zu sein.

 

Bist Du mit dieser Art zu leben zufrieden und glücklich?

Bist Du damit zufrieden wenn Dir auffällt, dass Du genau wie oben beschrieben viele Dinge in Deinem Alltag so machst und handhabst? Fühlst Du Dich dabei vom Leben beschenkt? Bist Du glücklich? Oder fühlst Du Dich eher belastet, alles wir irgendwie zu viel, immer ist noch was und Du hast das Gefühl irgendwie nie fertig zu werden…?

Wenn ja, dann liegt es meistens am eigenem Lebensstil, an der eigenen Lebensweise. An Deiner Unbewusstheit im Leben.

 

Wie findet man die Präsenz und damit zu mehr Bewusstsein zurück?

Auf dem Weg von der Unbewusstheit in die Bewusstheit helfen Dir vielleicht die Anweisungen von

Buddha zum Beobachten des Atems, der Gedanken und Gefühle.

Wenn Du etwas ändern willst helfen Dir vielleicht diese drei Schritte.

 

Schritt 1:

Buddha sagte: „Wenn Du Dich erfahren willst, setz Dich hin und beobachte deinen Atem.“

Das ist die einfachste Übung, der erste Schritt – und die ist zu Anfang nicht wirklich leicht. Es gibt so viele Ablenkungen. Doch probiere es immer wieder.

Beobachte Deinen Atem. Und wenn Dir dieser Prozess bewusst wird, wirst Dir auffallen oder wirst Du bemerken: Der Atem bleibt nicht wie er war.

Das Beobachten, die reine Präsenz ist eine große wandelnde Kraft. Dein Atem ist anfangs vielleicht flach und unruhig. Dein Beobachten verändert ihn, er kann nicht so bleiben, wie er ist, wenn er nicht harmonisch ist.

Beobachten, Bewusstsein verändert alles in Richtung Harmonie und Ursprünglichkeit.

Der Buddha sagt: „Der Atem ist der Einstieg in diese Welt des Beobachtens, in die Welt deiner Bewusstwerdung.“

 

Schritt 2:

Folgen Deinen Gedanken. Wenn Du gelernt hast, Deinen Atem zu beobachten und Dein Atem sich beruhigt hat und jetzt für Dich arbeitet, dann beginne damit Deine Gedanken zu beobachten.

Das ist schon etwas schwerer, weswegen Du mit dem Atem begonnen hast.

Vom Atem hast Du bereits gelernt, dass er auf Dein Beobachten reagiert, das er sich zum Positiven wandelt. Übe jetzt mit Deinem Denken. Und wenn Du Dein Denken beobachtest, wirst Du nach und nach bemerken, dass es stiller wird. Das nicht jeder Gedanken einfach so in Dich eindringen kann.

Das Beobachten, Deine Präsenz ist ein Grenzwächter, dass was Dir schadet wird aussortiert, was Dir dient wird zugelassen. Schädliche Gedanken oder ein Zuviel an Denken werden gehemmt und daran gehindert, Dich zu überfluten.

So wird, wie zuvor Dein Atem, jetzt auch Dein Denken ruhiger und beginnt, Dir zu dienen.

 

Schritt 3:

Der Buddha sagt: „ Als drittes und vielleicht schwierigste Stufe folgt jetzt das Beobachten deiner Gefühle.“

Was Du nun beim Beobachten des Atems und Deiner Gedanken gelernt hast, kannst Du nun auf Deine Gefühle anwenden. Wut mag aufsteigen, aber Du beobachtest sie, Du reagierst nicht. Du machst Dir die Wut nicht zu eigen. Sie ist etwas außerhalb von Dir, von Deinem eigentlichem Wesen. Sie ist nichts als eine alte Konditionierung.

Du hast Wut, vielleicht bei Deinen Eltern erlebt und bei vielen Menschen in unterschiedlichen Situationen. Du hast es übernommen, wie sie reagieren. Jetzt lernst Du durch Dein bewusstes Beobachten, dass Wut lediglich eine Form von Energie ist. Sie steigt auf und ruft bestimmte Handlungen hervor, die aber lediglich aus dem Abschauen bei anderen, aus einer Gewohnheit heraus entstehen.

Du lernst jetzt nicht zu reagieren, sondern still zu beobachten.

Und dieses Beobachten hat eine transformierende Eigenschaft.

Wut, die eine zerstörende Kraft ist, ein vernichtendes Potential in sich trägt , wandelt sich plötzlich zurück in reine Lebensenergie, in eine kreative, aufbauende Kraft.

Natürlich kannst Du das auf alle Gefühle übertragen, auch Angst usw. Das ist auch damit gemeint, durch die Angst hindurch gehen. Das bedeutet heiße sie Willkommen, sage: Ah da bist Du ja meine Angst, beobachte sie, verdränge sie nicht sondern lass sie zu und beobachte sie einfach nur ohne zu reagieren. Wenn Du die Angst beobachten kannst, kannst Du sie nicht gleichzeitig sein. Du wirst beobachten, wie die Angst während Deiner Beobachtung weniger wird und sich letztlich auflöst. Wenn Du beobachtest schaust Du praktisch wie von außen auf etwas und steigst da nicht ein.

 

Was können aus meinen Erfahrungen mit Teilnehmern für Stolpersteine oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung der drei Schritte auftreten?

Oder warum will es manchmal nicht sofort klappen?

  • Einige gehen zu schnell vom ersten zum zweiten Schritt oder vom zweiten zum dritten. D.h. sie haben gar nicht selbst erlebt und erfahren, wie sich z.B. durch ihr Beobachten ihr Atem verändert…
  • Nur vom wissen allein wirst Du es aber nicht lernen. Du musst es erfahren, erleben nur das ist wirkliches kennen! Das ist der Unterschied von Wissen und Können.

Und Weisheit ist beides zusammen. Weisheit bedeutet tiefgehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft zu haben und gleichzeitig die Fähigkeit zu besitzen, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigsten und sinnvollsten Handlungsweisen zu identifizieren, einzuleiten bzw. anzuwenden.

Viele wollen immer etwas beeinflussen. Machen oder verdrängen. Beispielsweise versuchen sie nicht zu denken. Das geht aber nicht. Sobald Du denkst, ich will nicht denken, wirst Du ganz automatisch denken. Wenn Du sagst: Ich denke jetzt nicht an die gelbe Zitrone, wo ich mir schon vorstellen kann, wie ich voll hinein beiße und sich mein ganzes Gesicht vor Säure zu einem Zitronengesicht zusammenzieht und sich die Spucke in meinem Mund sammelt… Fühle mal einen Augenblick, hast Du auf einmal mehr Speichel im Mund? Sahst Du vor Deinem geistigen Auge die gelbe Zitrone in die Du hinein gebissen hast…? Ja? Aber Du hast doch gesagt, Du willst NICHT daran denken 🙂

Genau so ist es mit Deinen Gedanken, das kleine Wörtchen Nicht holt sie oftmals erst recht hervor…

Gerade beim dritten Schritt haben manche Angst vor dem was da evtl. hoch kommen könnte…

Wenn Du verstanden und verinnerlicht hast, dass Du nicht der Gedanke bist und Du auch nicht das Gefühl bist, dann weißt Du, dass Du keine Angst haben brauchst vor dem was kommen könnte…

Alles was Du beobachtest kannst Du ja nicht sein. Also kann Dir auch der Gedanke oder das Gefühl nichts anhaben, solange Du es nicht selbst willst oder zulässt. Und letztendlich Du Dir selbst „antust“.

 

Was heißt denn Beobachten?

Beobachten heißt

  • genauer zu sehen.
  • genauer hinzuschauen.
  • aber auch, die Einstellung eines Beobachters einzunehmen.
  • auch, nicht zu schnell zu Schlüssen zu kommen…

 

Manche Menschen sehen etwas oberflächlich und kommen gleich zu Schlüssen und schließen auch zu schnell von sich auf andere. Es gilt erst einmal genauer zu beobachten, wenn Du einen Menschen siehst dann beobachte ihn einen Moment.

Nicht nur mit den Augen, sondern spüre ihn auch mit dem Herzen. Gehe mit offenen Augen durch die Welt. Indem Du etwas genauer beobachtest kannst Du auch mehr in der Gegenwart, in der Präsenz sein. Du nimmst die Einstellung eines Beobachters ein bzw. eines neutralen Wissenschaftlers oder eines Entdeckers… Du beobachtest was geschieht ohne Dich zu identifizieren.

Zum Beispiel beobachtest Du:

  • wie der Atem einströmt und ausströmt.
  • Das Gedanken kommen und gehen.
  • Wie Gefühle und Emotionen kommen und gehen
  • Das Schmerzen kommen und gehen

Wenn Du in der Lage bist über einen längeren Zeitraum die Einstellung eines Beobachters einzunehmen, dann weißt Du, dass Du nicht der Geist, nicht die Psyche, nicht der Körper und nicht die Emotion bist. Du bist Bewusstsein. Und so ist bewusstes beobachten aus verschieden Gründen eine wertvolle spirituelle Praxis, die Dir Dein Leben zu großen Teilen erheblich erleichtert.

 

Also keine Sorge, probiere es einfach mal Schritt für Schritt aus und wenn Du Lust hast kannst Du mir gerne von Deinen eigenen Erfahrungen berichten: Wie es Dir damit gegangen? Hat es gleich gut geklappt? Kamst Du mit diesen drei Schritten Atem beobachten, Gedanken beobachten, Gefühle beobachten mehr in Deine Präsenz, in Dein Bewusstsein? Berichte mir von Deinen Erlebnissen…

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und Freude, genieße aus ganzem Herzen Deine volle Präsenz im Augenblick, Dein volles Bewusstsein im JETZT – egal was Du tust…

Herzliche Grüße 

Deine Madeleine
Initiatorin von Selbsthilfe Glück

Bewusster Leben – Mehr Bewusstsein (Teil 1)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.