Beruf oder Berufung? – Das ist hier die Frage

Beruf oder Berufung

Machst Du noch einen Beruf oder lebst Du schon Deine Berufung?

Ist Dein Beruf auch Deine Berufung? Die eigene Berufung zu finden ist nicht schwer, wenn man sich bestimmte Fragen stellt. Man muss auf die innere Stimme hören.

Natürlich ist es trendy, die Unterscheidung zwischen Beruf und Berufung hervorzuheben. Ursprünglich sind beide Worte ähnlichen Inhalts. Heute jedoch gelangt so manch einer zu der Erkenntnis, er müsse plötzlich seinen gelernten Beruf an den Nagel hängen, um seiner Berufung zu folgen.

 

Ist dem aber wirklich so?

Ich sage: Nicht unbedingt.

Bestimmt hast Du schon gemerkt: In beiden Worten steckt das Wort „Ruf“ drin. Wer hier ruft ist unsere innere Stimme, unsere Seele. Manche Menschen sind von Anfang an mit ihr verbunden und folgen dieser Stimme, gehen ihren Weg und leben glücklich.

Manche hören diese Stimme nie und leben trotzdem zufrieden ihr Leben. Viele jedoch werden durch schwierige Lebensumstände oder sogar schwere Krisen irgendwann dazu gezwungen, aufzuhorchen und etwas in ihrem Leben zu ändern. Dann heißt es: Irgendetwas „stimmt“ nicht mehr. Und tatsächlich: Man hat nicht auf die innere „Stimme“ gehört.

 

Diese Fragen helfen dabei, die eigene Berufung zu finden

  • Wofür brenne ich?
  • Was sind meine Talente/Interessen/Hobbies?
  • Was sind meine (Kindheits-)Träume?
  • Was möchte ich in meinem Leben noch erreichen?
  • Was bedeutet Glück für mich?
  • Wie sieht ein idealer Arbeitstag für mich aus?

Immer mehr Menschen wollen sinnvoll leben und möchten herausfinden, wie das geht. Wenn ich meine Berufung lebe, dann setze ich meine Lebenskraft bestmöglich und effizient ein und mein Leben ist nicht verschwendet. Im besten Fall diene ich damit auch noch anderen Bewohnern des Planeten. Das ist meine Version…

Vielleicht reicht es Dir auch schon, ein Bienenvolk zu kaufen oder anderen vom Aussterben bedrohten Tieren zu helfen. Die Berufung muss ja nichts sein, was Du dann jeden Tag ausübst. Sie kann auch darin bestehen, eine lang ersehnte Reise zu unternehmen oder den Job zu behalten, aber von nun an freundlich lächelnd ins Büro zu gehen. Manche habe schon ihr Hobby zum Beruf gemacht, weil sie dachten das sei ihre Berufung. Nicht wenige scheitern dabei, da der Spaß und die Freude am Hobby drohen verloren zu gehen in all der Bürokratie, dem finanziellen Druck, der Hektik, den Problemen und Schwierigkeiten die ein Berufsalltag mit sich bringen kann …

Berufung finden kann somit auch in kleinen Dingen zum Ausdruck kommen. Ich kann einen „einfachen“ Beruf mit so viel Hingabe ausüben, dass mein Herz total erfüllt ist. Und genau das ist es, worauf es ankommt: Handle im Einklang mit Deinem Wesenskern, so hast Du Deine Berufung gefunden.

Manche schaffen es auf diese Art und Weise. Hier ein Beispiel wie es Susanne erging:

 

Wie Susanne von ihrem Beruf zu ihrer Berufung kam

Ich weiß nicht, wie es Dir in Deinem Beruf so ergeht. Bei Susanne war es immer so, dass sie brav ihren Job erledigt hatte, aber immer in ihrem Bauch ein gewisses Gefühl hatte, irgendetwas würde fehlen. Mit 16 wusste sie nicht wirklich, was sie werden wollte, also beschloss ihr Vater, dass sie sich doch im Büro bewerben sollte, in dem Unternehmen, in dem er und ihre Mutter schon seit vielen Jahren arbeiteten. So wurde dann 1988 eingestellt und machte eine kaufmännische Ausbildung. Schnell wurde ihr klar, es reicht ihr nicht, irgendetwas fehlte.

Familie verpflichtet, aber die eigenen Träume und die Liebe führten sie in die richtige Richtung

Nachdem ihre Ausbildung zu Ende war und sie auch übernommen wurde, wurde im Laufe der Jahre der  Drang etwas zu verändern immer größer. Des Öfteren wollte sie kündigen, ihr Abitur machen. Als Kind einer Arbeiterfamilie kam dies nicht wirklich gut an. So fing sie irgendwann an, ihre Träume vom Leben in den Hintergrund zu stellen … die Zeit verstrich.

Ein paar Jahre später lernte sie ihren Mann kennen. Schnell war klar – sie gehörten zusammen. Sie zogen zusammen und gründeten eine Familie. Ihr Mann und sie begannen eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Diese Ausbildung veränderte ihre Einstellung zum Leben nachhaltig. Gesundheit, Ernährung und auch die seelischen Aspekte des Lebens gewannen immer mehr an Bedeutung.

 

Ausgebildete Heilpraktikerin und Stressberaterin als Nebenjob?

In den darauffolgenden Jahren machte sie sowohl eine Ausbildung zur Burnout- und Stress-Beraterin, als auch eine Ausbildung zur spirituellen Lebensberaterin. Aber auch diese Aktivitäten blieben reine Nebentätigkeit, eher Hobby. Ihr Bürojob verlief normal weiter und sie ließ sich auch dort parallel weiter ausbilden, wie beispielsweise als internationale Management-Assistentin.

Es folgte die notwendige Krankheit als Weg zur Erkenntnis

Eines aber blieb: Sie hatte immer das Gefühl, einfach nur einen Job zu machen und nicht ihrer Berufung zu folgen: Nämlich, Menschen etwas Gutes zu tun. Doch über die Jahre war sie eine Meisterin geworden diese wahren inneren Bedürfnisse zu verdrängen. Und dann meldete sich eines Tages einfach ihr Körper. Sie wurde krank. Seelisch und körperlich. Sehr lange. Sie konnte eineinhalb Jahre nicht arbeiten. In dieser Zeit kehrte sie langsam in ihr Leben zurück und sie verstand.

Höre auf die Signale Deines Körpers

„Nur wenn Du DICH akzeptierst wie Du bist und tust, wonach Dein Inneres strebt, können Dein Körper, Geist und Seele in Harmonie leben!“

 

Zeit des Wandels – Einen Beruf finden, in dem ihre Fähigkeiten gefragt waren

Als sie das verstanden hatte, lernte sie, für sich und ihre Träume Verantwortung zu übernehmen. Sie suchte nach einer Alternative zu ihrem Bürojob. Sie recherchierte einige Zeit und fand dann DAS Unternehmen, für welches sie nun leidenschaftlich arbeitet. Mit diesem Unternehmen wurden ihre vor Jahren gelernten Kompetenzen wieder gefragt und die Liebe und Begeisterung, die sie für dieses nachhaltig wirtschaftende und ethisch handelnde Unternehmen spürte, kann sie nun ausleben. Sei es, indem sie beratend zur Seite steht, oder die dahintersteckende Philosophie erklärt und den Menschen näherbringt.

 

Ein Beruf, der ihrer Überzeugung entspricht: Naturkosmetik kann sie guten Gewissens empfehlen

Sie arbeitet als selbständige Vertriebspartnerin und baute sich dort ein zweites Standbein auf. Hauptsächlich jedoch empfiehlt sie ihre einzigartigen Naturprodukte, die 100 % frisch sind und 100 % Wirkstoff haben. Die pure Natur. Diese Produkte werden frisch produziert und es gibt sie in keiner Drogerie da dort die Produkte 30 Monate Haltbarkeit aufweisen müssen. Sie vertreibt die Produkte im Direktvertrieb, macht ihren wundervollen Beruf im Home-Office.

 

Ein Unternehmen zu finden, mit einer ethischen Haltung und hoher sozialer Verantwortung war ihr Schlüssel zur Berufung

Sie hat wieder gelernt, zu träumen. Sie liebt ihren Job. Sie hat tolle Kollegen, die sich gegenseitig unterstützen. Ihre Umwelt merkt ihre positive Veränderung und sie wird oft gefragt, was das Geheimnis ihrer Ausstrahlung ist. Sie lächelt dann ein bisschen und antwortet: „Ich habe alles, was ich brauche in meinem Leben, um glücklich zu sein. Denn ich bin auf meinem Weg angekommen. Es ist ein Weg des Herzens, des Mitgefühls für Umwelt, Mensch und Tier und dies berührt mich zutiefst, denn dies ist mein Herzensweg. Ich bin gespannt wie dieser Weg weitergeht. Denn eines habe ich durch meine Erfahrung gelernt: Es ist nie zu spät, seinen Herzensweg zu gehen.“

Ich hoffe, dass Dir diese kleine Geschichte den Mut gibt, Deinen Weg zu finden, welcher auch immer es ist.

Deine Madeleine
Initiatorin Selbsthilfe Glück

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