Wußtest Du das Stress gut ist?


Kurzfristiger Stress ist gut, denn er führt zu Entwicklung. Ohne Stress und Probleme würden wir heute noch mit einem Lendenschurz in Höhlen hocken ?.

Stress als Meilenstein der Evolution

Im Rahmen der Evolution – so die neuere Sicht von Neurobiologen – ist irgendwann durch die Entwicklung der Stressreaktion und der damit einhergehenden Ausschüttung von Botenstoffen (z.B. Katecholamine wie Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) in den Organismus, überhaupt erst die Möglichkeit entstanden, das Überleben von Organismen nicht nur durch feste Angriff-/ und Fluchtprogramme zu sichern, sondern vor allem auch durch Anpassung an die Umweltbedingungen. Zu Zeiten der Dinosaurier war diese Anpassung zu Lebzeiten nicht möglich.

Stress ist aus neurobiologischer Sicht einer der Mechanismen, der bei Säugetieren und dem Menschen dazu führt, dass Lernen und Anpassung zu Lebzeiten des Individuums ermöglicht wird. Der Grund: Stresshormone beeinflussen das Erleben und Gefühle. Daraus folgt ein neuronaler Anpassungsmechanismus: Im Idealfall die Bewältigung durch Lernen und Anpassung.

Gesunder und ungesunder Stress

Linearer Stress ist ungesund und wenn Du nicht aufpasst, kann es bis zum Burnout führen. Genauso wie das heißgeliebte Multitasking schädlich ist, denn wir Menschen sind nicht dafür gemacht. Ich weiß das jetzt welche sagen: „Ich kann das aber gut.“ Selbst wenn Du darin gut bist, heißt es trotzdem das Du nicht längere Zeit mehrere Dinge gleichzeitig mit 100% Konzentration und Aufmerksamkeit machen kannst. Es ist schlicht und einfach nicht möglich und deshalb bedeutet es auf Dauer Stress für Dich und Deinen Körper, auch wenn Du ihn noch nicht bewusst wahrnimmst. Außerdem verursacht das Multitasking sinnlose, vermeidbare Fehler, die Du im nach hinein wieder ausbügeln musst und auch das kann zu Stress führen.

Stress sollte in einer Wellenbewegung wie eine Sinuskurve bzw. periodische Vorgänge sein. D.h. auf eine Hochphase des Stresses sollte unbedingt eine Ruhephase folgen. Wenn es richtig läuft, macht Dich die Hochphase des Stresses leistungsfähig mit einer hohen Effizienz, trotz hoher Belastung. Dir kommen in Stresssituationen manchmal Ideen auf die Du sonst nicht gekommen wärst. Du agierst in lebensbedrohlichen Situationen aus dem Instinkt heraus ohne großartig zu überlegen. In normalen Stresssituationen reagierst Du oft aus dem Bauch bzw. aus dem Inneren heraus, ohne erst stundenlang mit dem Kopf abzuwägen. Du bist völlig fokussiert. Du triffst schnellere Entscheidungen und gehst zielgerichtet Deinen Weg. Auf Deine Entscheidung folgt ein konkretes Handeln und daher kommt eine höhere Produktivität und Effizienz. Stress und Probleme führten im nach hinein zu zahlreichen Erfindungen. Die Stresshormone werden in unterschiedlichen Zeiträumen wieder abgebaut. Adrenalin wird sehr schnell vom Körper wieder abgebaut. Cortisol braucht ca. 6h-8h. Den Abbauprozess kannst Du durch Bewegung, Sport etwas beschleunigen.

Es sollte nach einem Stresshoch unbedingt eine Ruhephase einsetzen. Einerseits, um die Stresshormone abzubauen und damit sich Dein Körper wieder regenerieren kann, aber auch um immer wieder eine hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz abrufen zu können.

Sportler benutzen dieses Wissen oft. Vielleicht ist Dir schon mal aufgefallen z.B. beim Tennis. Da steht der Spieler und prellt eine ganze Weile den Ball immer wieder auf den Boden, Du denkst Dir dann vielleicht „Ja wann macht der denn endlich mal den Aufschlag? Was macht der denn überhaupt so lange?“ oder beim Fußball, wenn es Dir viel zu langsam vorkommt bis endlich mal die Ecke geschossen wird…. Sportler wissen das es immer Erholungsphasen, Ruhephasen geben muss um die Leistungsfähigkeit, Konzentration u.v.m. auf einem sehr hohen Niveau halten zu können. Begleitend mit Atemübungen, wovon andere ohne geschulten Blick überhaupt nichts mitbekommen ist das ein ganz geniales Mittel, um wirklich über längere Zeit Höchstleistungen bringen zu können. Also auf die Balance kommt es an!

Dieses Wissen kannst auch Du in Deinem Leben nutzen, indem Du es einfach regelmäßig mehrmals täglich in Deinem Alltag immer wieder mit einbindest. Probiere es aus.

Linearer Stress macht definitiv krank, denn der Mensch ist nicht für Dauerstress ausgelegt, weder körperlich noch geistig. Schon zu Urzeiten, der Zeit der Jäger und Sammler, gab es keinen linearen Stress, das ist eine „Erfindung der Neuzeit“. Zunächst war beim Anpirschen hohe Ruhe, Geschicklichkeit und Konzentration gefordert, dann das eigentliche Erjagen, was sehr hohen Stress bedeutete, anschließend die Beute zur Sippe bringen (Abbau der Stresshormone) und dann kam die Ruhephase im geborgenen Kreis der Sippe, Familie (Erholungs- und Regenerationsphase).

Genau so funktioniert aber auch das ganze LEBEN!

Das ganze Leben besteht entweder aus zwei Polen (lineare Darstellung, die ich persönlich nicht mag, aber es gibt Menschen die daran glauben) oder Du stellst es Dir als einen Kreis vor, wo auf 6 Uhr eine Position ist und auf 12 Uhr die andere: hell und dunkel = Tag und Nacht; warm und kalt = Sommer und Winter; Wachzustand und Schlaf; Verbundenheit und Trennung …. In der Vorstellung des Kreises liegt der entscheidende Vorteil, dass sehr viel deutlicher wird das es kein „Entweder“ – „Oder“ ist, sondern ein Weg dazwischen mit zig Zwischenstufen gibt.

Die Indianer sind im Übrigen davon überzeugt, dass das ganze Leben ein Kreis ist. Bis zu Deinem 49. Lebensjahr befindest Du Dich auf dem Weg des Suchens und ab dem 49.Lebensjahr auf dem Weg des Findens. Ich finde das eine schöne Vorstellung. Und zusätzlich heißt das, dass also auch die Indianer schon von einem ca. 98-jährigem Menschenleben ausgingen.

Denke über den ganzen Sachverhalt mal in Ruhe nach und gucke Dir Dein Leben, Deinen Alltag an, wo Du (mit diesem Wissen um die natürlichen Lebensabläufe) noch Verbesserungen in Deinem Leben vornehmen kannst und dann setze sie auch sofort um.

Warum sofort? Nach jedem Bewusstwerden für einen Veränderungsprozess sollte innerhalb der nächsten 72h eine konkrete Handlung, der Beginn stattfinden, damit das Gehirn es auch als diese abspeichert. Ansonsten war es „vertane Zeit“, zumindest für eine Veränderung, denn nach dieser Zeit fällt die Kurve für die Einleitung einer Veränderung rapide und drastisch ab. D.h., dass es danach nur noch in seltenen Fällen zu einer wirklichen Veränderung kommt …

Viel Spaß!

Deine Madeleine
Initiatorin Selbsthilfe Glück

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