Emotionen – die (un)heimliche Macht?

Emotionen Geborgenheit

Emotionen bestimmen unser Leben?

Beeinflussen Emotionen unser Leben? Gestalten Emotionen sogar unser Leben? Wird unser Denken völlig überschätzt, weil die Emotionen die eigentliche Macht in Deinem Leben haben?

Gefühle sind keine Krankheit

Gefühle entstehen im Limbischen System und sind erstmal alle völlig neutral. Es ist Quatsch von guten und schlechten Gefühlen zu sprechen, denn das ist nur eine Bewertung.

Die neueste Gehirnforschung zeigt und das ist was wunderschönes, dass die Gefühle der Chef im Kopf sind und nicht das Denken.

D.h. also, nicht Dein Denken entscheidet im Leben, sondern Dein Gefühl, Deine Emotionen entscheiden im Leben und entscheidet auch über Erfolg oder Misserfolg..

 

Dein Fühlen entscheidet und nicht Dein Denken? Stimmt das überhaupt?

Du kannst viel besser fühlen als denken. Das dumme ist nur, dass uns Emotionen, Gefühle von Kindheit an abtrainiert werden und wir kaum noch in der Lage sind Gefühle wahrzunehmen. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

Wir alle haben zwar Emotionen, Gefühle, doch wir reden kaum darüber. Oftmals nehmen wir sie gar nicht mehr wahr.

Wir rasen durch das Leben und die Seele kommt nicht hinterher – heißt es so schön.

Wenn wir unsere Gefühle wahrnehmen wollen müssen wir uns Zeit nehmen.

Und wenn Du Dir keine Zeit nimmst, dann spürst Du nichts.

Einige wollen auch nichts mehr spüren und hetzen deshalb von Termin zu Termin, von Beschäftigung zu Beschäftigung, von Smalltalk zu Smalltalk usw. Hauptsache abgelenkt sein. Wie das Wort schon sagt AB – LENKEN = weg lenken. Nicht mehr hinsehen, nicht mehr hinhören, nicht mehr fühlen…

 

Was macht das mit uns in der heutigen Zeit?

Das Phänomen unserer Zeit heute ist, mit der Digitalisierung, mit der Globalisierung, mit der hohen Geschwindigkeit bringt es logischerweise noch mehr mit sich, das Menschen überhaupt nicht mehr spüren wer sie sind. Sie nicht mehr spüren, was sie an Gefühlen haben und es entmenschlicht sich zunehmend die Gesellschaft. Siehe dazu auch noch weiter unten im Text – Wie verändert uns Corona?

Das ist der eine Teil und der andere Teil ist, dass es der absolute Weg und fast die Garantie in den Burnout ist, wenn ich ständig nur noch mit Reizüberflutung durch die Gegend jage. Meinem Hirn keine Zeit mehr gönne überhaupt mal wieder zu sich zu kommen. Deshalb brauchen wir meiner Meinung nach auch mehr Stille.

Ein gescheiter Architekt hat das mal so schön gesagt:

„Der Fluch des Mittelalters war der Gestank und der Fluch der Gegenwart ist der Lärm.“

Ich finde das ist sehr wahr. Egal wo Du hinkommst überall bist Du irgendwelchem Lärmquellen ausgesetzt. Selbst wenn Du irgendwo ans Meer kommst und Du in einem schönem Restaurant sitzt, duddelt da noch irgendwas und Du kannst das Meeresrauschen noch nicht mal mehr hören.

Also wichtig ist, das wir uns Zeit nehmen für Gefühle und das wir wieder Lernen müssen Gefühle zu akzeptieren, auch z.B. solche Gefühle wie Trauer. Trauer ist nicht negativ. Nur wer unten ist, kennt oben. Traurig sein kann ein sehr intensives Gefühl sein, genauso wie Liebe. Aber irgendwann haben wir angefangen das negativ zu besetzen.

Auch Angst. Angst ist ein sehr intensives gutes Gefühl was uns vor Unsinn bewahrt, aber manchmal lähmt es uns auch Lebensfunktionen oder Funktionen auszuführen und dann muss man gucken, ob man es behandeln lassen muss.

Erst mal muss man die ganzen Gefühle die wir so negativ besetzt haben aus der schmutzigen Ecke rausholen. Je weniger Du Angst vor einem bestimmten Gefühl hast, um so weniger beherrscht es Dich!!! Das haben uns die letzten Wochen mit Corona so deutlich gezeigt. Ich fand es teilweise extrem wie sich diese Angst in der Begegnung zeigte.

Je mehr Du sagst: „Ich möchte meine Angst weg haben.“ – Desto ängstlicher wirst Du. Oder wenn Du sagst: „Ich möchte meine Traurigkeit weg haben.“ – Desto trauriger wirst Du“ und so entstehen zum Beispiel u.a. Depressionen.

Stelle Dich Deiner Angst und sie wird weniger. Gehe einmal da durch und Du bist durch. Angst ist nichts schlimmes und gehört zum Leben dazu. Wenn Du es nicht allein schaffst, kein Problem dann hole Dir Hilfe dazu. Angst ist nur ein Gefühl.

 

Und was ist nun mit dem Kopf?

Der Kopf ist das rationale Zentrum und das Fühlen eher was auf der Haut. Aber fühlen findet nicht im Kopf statt. Also immer diese Trennung zwischen Verstand und Emotion.

Und manchmal ist es ja noch schlimmer,

 

wir trennen zwischen Gefühl, Verstand und Körper.

Das ist dann noch größerer Quatsch. Dieses Denken stammt noch aus unserer Zeit als wir noch nicht wussten das Gefühle im Gehirn entstehen und das Gehirn ist ja Teil des Körpers. Also auch ´Psychosomatisch´ hat sich eigentlich vom Begriff her schon aufgelöst bzw. überholt. Weil alles ist Körper. Die Gefühle entstehen in dem Teil was man Limbisches System also mit ihren Kernen (mit ihren Basalkernen, dem Mandelkern, die sind relativ bekannt und viele andere auch) nennt.

Auch in der Forschung wurde sich ja lange immer nur auf das Großhirn konzentriert, weil wir natürlich lieber denken als fühlen. Denken geht viel einfacher als fühlen. Denken geht auch viel schneller als fühlen. Fühlen ist viel intensiver als Denken. Wenn wir uns gern als Maschinen sehen ist es gut das Fühlen zu ignorieren, wenn wir uns als Menschen, als Lebewesen sehen ist fühlen der bessere Ratgeber. Denken und Fühlen gehören dann zusammen und zeigt uns den richtigen Weg.

 

Und wie ist das mit der Seele?

Tja, die Seele? – Die ist irgendwie outgesourced (ausgelagert).

Das ist sie eben nicht. Die Seele ist Teil und sie ist sogar Mittelpunkt des Gehirns und das wird immer deutlicher. Der Sitz der Seele kann zwar je nach persönlicher Ansicht auch wo anders im Körper sein, aber es gibt auf jeden Fall eine 1:1 Verbindung zum Gehirn, welche sehr viel schneller reagiert als Dir bewusst ist und wird.

Was wir sehen in der Hirnforschung ist, das jede Bewegung die wir ausführen, jeden Gedanken den wir ausführen der muss immer erst im Gefühlszentrum freigegeben werden. Deswegen ist die Idee des freien Willens – im Sinne von freier Entscheidung – eine Illusion. Wir wissen das alles schon vorher im Limbischen System im Erfahrungsgedächtnis und im Handlungsgedächtnis determinert und Du führst eigentlich nur das aus, was Dir vorgegeben wird und wenn Du was anderes machen willst blockieren die Bewegungen. Alles läuft vorher durch Deine persönlichen Filter.

Die Pakinsonerkrankung ist ein solches Beispiel dafür. Beim Pakinson Erkrankten ist etwas vom limbischen System kaputt und der an Pakinson erkrankte sagt z.B. ich will meinen Arm bewegen, aber das limbische System gibt das nicht frei, weil da was beschädigt ist und dann merkt man eben, er kann die Bewegung nicht ausführen, obwohl das Großhirn sagt – mach die Bewegung.

Das ist ein gutes Beispiel um zu verstehen, welche macht dieses System hat und das ist auch wichtig für die Wirtschaft. Denn das ist ja immer so eine Sache – die Manager glauben oftmals sie können sachliche und objektive Entscheidungen treffen. Diese gibt es aber nicht, das Hirn kennt keine Objektivität.

 

Keine Objektivität? Was ist dann mit dem freien Willen?

Und dieser Bereich, das spannende Thema mit dem freien Willen ist gerade in den letzten Jahren ganz massiv in der Forschung in den Fokus gerückt, um die Illusion zu zerstreuen oder da aufzuräumen oder zu verstehen wie und was da wirklich passiert? Auch die Quantenphysik greift das Thema immer wieder auf.

Es gibt ja auch so einen Spruch: „Gefühle geben dem Denken eine Richtung.“ Was auch so ein bisschen die Intension beinhaltet, ich denke zwar etwas, aber es gibt einen Grund warum ich das so denke.

 

Wie bewusst ist das alles?

Nein das ist unbewusst. Und die Hirnforscher sagen das ist alles unbewusst. Die Psychiater und Psychologen sagen natürlich, vieles von dem was unbewusst ist kann ich bewusst machen. Also da sind sie sich noch nicht einig und da muss der eine vom anderen vermutlich noch ein bisschen was lernen.

Aber fest steht, nicht alles was unbewusst ist, bleibt auch unbewusst. Das meiste bleibt aber unbewusst. Und das ist abgespeichert in diesem Erfahrungs- und Handlungsgedächtnis. Aus diesen beiden Gedächtnissen entstehen auch Entscheidungen.

Deshalb ist das so wichtig zu wissen, auch für die Führungs- und Managerebene. Ihre emotionale Identität zu kennen ist sehr wichtig, da letztendlich die Entscheidungen emotional gefällt werden. D.h. um so besser ich mich kenne und ich meinen emotionalen Status kenne, desto besser kann ich auch meine Entscheidungen beeinflussen.

Ein Beispiel: wenn ich momentan schlecht drauf und gestresst bin, treffe ich ganz andere Entscheidungen, als wenn ich ruhig, entspannt und relaxt bin. Wenn ich eine tolle Ehe habe, komme morgens in die Firma und bin total glücklich, treffe ich ganz andere Entscheidungen als wenn es Zuhause gerade richtig kracht. Genau das sich wirklich klar und deutlich zu machen und in sich bewusst zu halten ist nicht nur für Führungskräfte sondern für jeden sehr wichtig. Deshalb ist Selbstreflektion so wichtig.

Wir fahren z.B. auch ganz anders Auto. Jeder kennt das von der Autobahn. Wir fahren völlig anders wenn wir unter Stress stehen oder wenn wir total entspannt sind, dann pfeifen wir vielleicht und fahren gelassen durch die Gegend.

Und das sind so kleine Sachen und Beispiele wo man merkt und sieht, welche Macht dieses Gefühlszentrum hat. Natürlich hat das Einfluss auf Emotionen und somit auf alle Bereiche. Wichtig ist sich dessen klar zu werden. Denn jeder Reiz der von außen kommt, egal ob wir wollen oder nicht, wird innerhalb von 2min vom Hirn, adjektiv besetzt.

Innerhalb von 2min kommt Dein Erfahrungsgedächtnis ins Spiel und daher kommt es auch, das Du spontan manche Menschen leiden kannst und manche Menschen nicht. Die haben überhaupt nichts gemacht. Du siehst dann einen und den kannst Du überhaupt nicht leiden. Das kommt aus Deinem Erfahrungsgedächtnis, weil das sagt: ah da war schon mal so einer oder der sah auch so aus und der war fies. Naja, dann ist der eben gleich.

Obwohl Du Dir kein Bildnis machen sollst, aber das Hirn macht sich eins.

Und wenn Du Dir dann noch klar wirst, das auch Deine Glaubenssätze, ob noch bewährt oder konstruktiv, vielleicht noch von Deinen Eltern oder wem auch immer einfach übernommen, auf Deine Entscheidungen Einfluss haben stellt sich die Frage: Wer und was entscheidet hier eigentlich noch?

Und was auch spannend ist, das 90 % der Informationen die wir kriegen unbewusst sind. Das heißt, dass meiste was im Leben passiert kriegen wir gar nicht bewusst mit. Mach Dir das mal richtig klar und bewusst – Du bekommst höchstens 10% Deines Lebens überhaupt mit!!!

Deshalb kann ein solches Phänomen entstehen wie Déjâ vu, Déjá rêvé. Déjâ-vécu (schon mal geträumt, schon mal erlebt usw.) Das hattest Du dann vielleicht auch schon mal erlebt, aber es war Dir nicht bewusst geworden. Das Gehirn nimmt sehr viel mehr Dinge wahr, als wir jetzt alle bewusst wahrnehmen und das ist spannend.

Tausende Gedanken

Genauso wie inzwischen erwiesen ist, dass wir pro Tag zwischen 60.000 bis 80.000 Gedanken denken. Aber ACHTUNG! – es sind nur 500 – 3.000 unterschiedliche Gedanken. Das heißt, es läuft in Deinem Kopf permanent die selbe Schallplatte mit einem Sprung, immer die gleiche Musik, immer die gleichen Gedanken…

Macht es dann nicht Sinn, sich auch mal genauer anzusehen, was da für eine Schallplatte in Deinem Kopf läuft? Ist es dann nicht logisch, dass diese Gedanken auch Deine Psyche, Emotionen, Gefühle, Entscheidungen, Handlungen usw. und letztendlich auch Deinen physischen Körper beeinflussen? Und auch umgekehrt, Deine Emotionen, Gefühle beeinflussen Deine Gedanken und den gesamten Rest, Deine Entscheidungen, Deine Handlungen, Deinen Körper usw. Alle Bereiche hängen zusammen und beeinflussen sich wechselseitig und ich wünsche mir das die Schulmedizin das endlich in ihr Behandlungskonzept mit einfließen lässt.

Gerade jetzt in den letzten Wochen wurde sehr deutlich was da für Gedankenkarusselle sind, die sich immer wiederholen und welch großen Einfluss sie auf unsere Emotionen, unser gesamtes Leben nehmen und weiterhin nehmen werden. Umso wichtiger ist es das wir uns dessen bewusst werden und da genau hinsehen. Ansonsten ist es doch ganz logisch, dass wir nur ein Spielball von Interessensgruppen werden und sind. Da sollten wir aufpassen.

Andere Meinungen, Ansichten usw. zu Corona und dem Umgang damit wurden doch erst später wieder geäußert. Dabei rede ich nicht von Verschwörungstheorien, sondern einfach nur von Analyse oder Betrachtung aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei musste man zu Anfang sogar aufpassen, dass man nicht halb gelyncht wurde, obwohl man nur eine Sichtweise und Möglichkeit aufzeigen wollte, völlig unabhängig ob man selbst davon überzeugt war oder nicht. Außerdem wurde viel zu spät sich angesehen was ein Shutdown für Gruppen wie Kinder, Kranke, Singles, Pflegebedürftige, Obdachlose, Behinderte, Sterbende u.v.m. bedeutet und was es für Folgen nach sich zieht.

Wenn Du noch mehr lesen möchtest wie die Emotionen unser Handeln beeinflussen empfehle ich Dir

Wie veränderte uns Corona?

oder

Was hat Hingabe, sich fallen lassen können – mit Glück zu tun?

Tja dann erstmal viel Spaß beim Nachdenken über die Zusammenhänge Deiner Emotionen, Deiner Entscheidungen, Deiner Handlungen und Ansichten usw.

Bis bald!

Deine Madeleine
Initiatorin Selbsthilfe Glück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.