Krise als Chance (Corona)

"Es ist das Ende der Welt.", sagt die Raupe, "Es ist erst der Anfang!", sagt der Schmetterling.

 

Krise als Chance? Sind Krisen nicht auch immer Chancen? Wie macht man aus einer Krise eine Chance? Was passiert in einer Krise mit mir? Wie geht es weiter?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen jetzt sehr viele Menschen.

Ich glaube bei fast Jedem in Deutschland ist nun inzwischen angekommen, dass wir uns derzeit alle in einer besonderen Lage befinden. Also ist dazu nicht mehr viel zu sagen.

Aber jetzt erlebt es jeder am eigenem Leib und bekommt die Auswirkungen der Corona-Krise mehr oder weniger stark zu spüren.

In einer solch besonderen Lage, Krise durchläuft man verschiedene Phasen.

  1. Ungläubigkeit = man will es nicht wahrhaben bzw. ignoriert es.
  2. Man macht sich lustig und versucht es zu verdrängen.
  3. Es setzt sich in einem selbst, man verinnerlicht es und man spürt, dass man es nicht mehr leugnen kann, auch wenn man es noch nicht wirklich versteht. Ggf. kommen sogar Schuldgefühle hoch, dass man es erst jetzt wirklich Ernst nimmt und die Lage erkennt…
  4. Angst, Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Zukunftsängste kommen auf.
  5. Jetzt will man etwas dagegen oder auch dafür tun, dass es nicht so schlimm wird und man will ggf. auch anderen helfen. Ggf. verfällt man auch in einen Aktionismus der übertrieben ist oder an den Bedürfnissen und Notwendigkeiten vorbeigeht. Viele die dann noch in den anderen Phasen oder sich sogar noch im Schock befinden, finden jetzt die Menschen die Führung übernehmen gut. Jetzt ist der Ruf und die Sehnsucht nach dem “Häuptling” sehr groß.
  6. Man spürt die eigene Handlungsunfähigkeit. Ein Stück des Ausgeliefertseins und seiner begrenzten Möglichkeiten… -> Das ist für ganz viele Menschen einer der schwierigsten Phasen. Das ist ggf. der Punkt, wo man sich mit den schlimmsten Szenarios für sich selbst beschäftigt.

Nun liegt es aber in Deiner eigenen Hand, welchen Weg Du jetzt weitergehen willst. Und ob Du eine Krise als Chance nutzt.

 

Gehst Du zurück oder verharrst Du hier?

Reagierst Du nur auf Vorgaben von anderen? Bist Du jetzt derjenige der jedem hinterher läuft, egal Hauptsache einer übernimmt die Führung? Oder gehst Du in die Selbstverantwortung für Dich und Deine Schutzbefohlenen?

  1. Dann übernimmst Du die Verantwortung für Dich selbst. Das bedeutet, jetzt kommst Du nach und nach in Deine eigene Kraft zurück! Du siehst Dir vielleicht auch mal die Wahrscheinlichkeit für Dein im Kopf abgespieltes schlimmstes Szenario an und verlässt den Bereich was außerhalb Deines Einflussbereichs liegt und begibst Dich wieder in Deinen eigenen Handlungs- und Entscheidungsbereich.

Du fängst an, die Tatsachen zu akzeptieren, Du nimmst die Situation an und sagst ganz bewusst: „Okay, jetzt ist es so und so und damit muss ich jetzt leben, aber:

  • Was kann ich verändern?
  • Was kann ich tun damit nicht das Schlimmste eintritt?
  • Wo will ich nach der Krise stehen? Was steckt vielleicht auch gutes in der Krise?…
  • Wie will ich nach bzw. während der Krise (Corona) leben? usw.“

Und somit kommst Du in Deinen Handlungsbereich zurück und da gehörst Du hin 😊, wenn Du Dein Leben selbstbestimmt und frei leben willst und in Deinem Leben Dein eigener “Häuptling” sein willst und bist.

 

Nun beginnt aus der Krise eine Chance zu werden.

  1. Du fängst an die Tatsachen zu akzeptieren, die Angst wird weniger, Du bekommst wieder einen klareren Kopf, die Manipulationen durch Medien werden bei Dir schwieriger, Du machst nicht mehr jede Hysterie mit usw. Du gewinnst einen gesunden Abstand zur Betrachtung und Analyse, denn Du denkst wieder selbst, Du agierst wieder mit einer gewissen Weitsicht und Überlegtheit. Dein Elan wird wieder mehr, Deine Kraft steigt, Dein Leben geht weiter und wird auch wieder schöner. Und irgendwann in einigen Monaten oder Jahren schaust Du auf Deinen Weg zurück und sagst: „Weißt du noch – damals, dahinten …“

Jeder durchläuft diese Phasen, aber jeder zu anderen Zeitpunkten, unterschiedlich lange und springt auch ggf. dazwischen hin und her. Ich denke und empfinde persönlich, jeder sollte die einzelnen Phasen gerade die ersten 6 zulassen und nicht verdrängen!!! Und ich wünsche jedem, dass er in die letzten beiden Phasen eintritt und in die Selbstverantwortung für sein Leben kommt. Das er kein Opfer von irgendetwas oder jemand anderem ist oder bleibt.

 

Das ist der Weg

Desto schneller und besser Dir das gelingt, desto schneller bist Du durch die ersten Phasen durch. Umso seltener fällst Du in eine der vorherigen Phase zurück. Aber ganz wichtig ist auch, nicht darin zu versinken. Dir mal in der einen Stunde ein Glas Wein oder Bier mehr zu gönnen ist sicherlich kein Problem, es ist auch nicht schlimm, wenn Dir mal ein paar Tränen kullern, aber man soll nicht darin versinken. Im Selbstmitleid baden oder in der vermeintlichen!!! Hoffnungslosigkeit, dem tiefen schwarzen Loch verfallen, hilft Dir kein bisschen weiter und bringt Dich auch keinen cm vorwärts….

D.h. wenn Du gerade mal einen Tiefpunkt hast, dann ist das nicht schlimm. Schiebe ihn auch nicht weg, lass ihn einfach zu. Sei Dir aber auch bewusst, es ist nur ein Gefühl, jetzt bist Du traurig, aber das geht auch wieder vorbei. Und sei Dir dabei umso mehr bewusst – Du bist jetzt zwar traurig, aber Du bist nicht die Traurigkeit!

Ich weiß das Depression eine sehr ernst zu nehmende Krankheit ist, aber ich weiß auch, dass man am Anfang oft noch Zeit hat gegenzusteuern, wenn man die Anzeichen frühzeitig erkennt und die Signale ernst nimmt, entsprechend gegensteuert und sich frühzeitig Hilfe holt wenn nötig.

 

Nun gibt es mehrere Wege:

  • in der Hoffnungslosigkeit und Depression, im Alkohol oder sonstigem zu versinken

oder

  • Du hältst einfach mal inne. Mach mal alles aus. Kein Fernseher, kein Radio, kein Handy, die Kids oder Dein Mann, Deine Frau können sich auch mal paar Minuten allein beschäftigen und gehe am besten in einen ungestörten Raum. Gewinne Abstand, setzt Dich mal gemütlich hin, atme ein paarmal ganz bewusst tief ein und wieder aus, beobachte Deinen Atem. Nun spüre mal in Dich hinein. Frage Dich: „was ist mir wirklich wichtig?“ Warte ab und höre zu, fühle in Dich hinein. Frage Dich: „Was brauche ich überhaupt wirklich, um ein gutes schönes und glückliches Leben führen zu können? Höre in Dich hinein.

Ist es wirklich noch das schicke Auto, das Haus, die neue Küche, das volle Konto, eben die ganzen materiellen Dinge? Oder sind es andere Dinge? Ist es etwas Anderes? Höre hin….

Oder sind es eher Deine Gesundheit, Deine Familie, liebe Menschen, wahre ehrliche Freunde, jemanden mit dem Du auch mal ungefiltert über alles reden kannst, wie es gerade hochkommt? Am besten Du schreibst Dir diese Dinge auch gleich mal auf, die Du hörst und fühlst… Damit auch Du für Dich die Krise als Chance nutzt.

Zunächst ist die Stimme in Dir vielleicht nur ganz, ganz leise, aber desto bewusster und achtsamer Du dafür bist und hinhörst, desto lauter wird sie. Sie ist bei jedem da, nur leider sind wir in unseren heutigen Zeit so “verkopft”, dass wir sie im normalen Alltag oft nicht mehr hören, verlernt haben sie zu hören, sie wahrzunehmen und auf sie zu achten. Oftmals drückt sich inzwischen bei vielen diese innere Stimme in der gesamten Körperhaltung aus und trotzdem verstehen viele ihre innere Stimme nicht. Sie verfallen in puren Aktionismus, sind ständig am rödeln, weil sie die Ruhe, die Stille, das vermeintliche “Nichtstun” nicht ertragen können und davor weglaufen… Dabei ist genau dieses “Nichtstun” für sie die schwierigste Aufgabe, aber nicht weil da nichts ist, sondern….?

 

Weitere Fragen

Frage Dich weiter: „Was ist mein Sinn im Leben?“ Höre in Dich hinein… Bei dieser Frage haben nicht alle sofort eine Antwort. Akzeptiere es erstmal ohne es zu bewerten oder zu suchen. Vielleicht bekommst Du auch eine Antwort in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten…

 

Nun hast Du die Zeit wahrzunehmen und zu hören

Das erste aufgewühlt sein, die Schockstarre ist vorbei…

Oft ist es so, dass wir Menschen erst dazu bereit sind, in uns rein zu hören, uns dafür den Raum und die Zeit für uns selbst zu nehmen, wenn wir vor extreme Situationen gestellt werden, wenn ein Großteil unseres Lebens sich verändert, wenn “Katastrophen” passieren….

Sieh Dir auch an, was Du bisher schon alles an schwierigen Situationen geschafft hast. Du sollst Dich da nicht noch mal hineinfühlen, sondern nur mit Abstand ansehen. Mach Dir bewusst, wie stark Du bist, obwohl Du vielleicht damals auch dachtest, „das schaffe ich nicht, das überlebe ich nicht…“. Guck Dir an, was Du seither für einen Weg gegangen bist… Sicherlich war es für den einen oder anderen nicht immer leicht, sondern auch schwierig und anstrengend. Aber sieh Dir an wie Du Dich verändert hast. War es nicht auch ein Weg den Du vorher nie für möglich gehalten hättest? Sieh bewusst die guten Dinge darin…

 

War es damals also nicht auch eine Chance? Hast Du nicht auch damals die Krise als Chance genutzt? Eine Chance zur Veränderung?

Nun frage Dich aber auch:

  • Ist es wirklich mein Weg gewesen mit dem ich glücklich war oder bin ich zu viele Kompromisse eingegangen?
  • Hast Du Dinge vernachlässigt, wo Du jetzt langsam erkennst, dass sie doch sehr wichtig sind?
  • Hast Du Deine Prioritäten auf Dinge gesetzt die Dir wirklich wichtig sind? Oder sind diese Dinge, denen Du so viel Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt hast, auf einmal gar nicht mehr so wichtig? Haben sie auf einmal immer weniger Bedeutung?
  • Oder ist Deine Arbeit ein Bestandteil in Deinem Leben gewesen, wo jetzt auf einmal ohne Arbeit nichts mehr da ist? Du nicht weißt, was Du jetzt ohne Arbeit machen sollst, außer in den Fernseher zu starren?
  • Hast Du auch noch ein Leben außer der Arbeit? Hast Du Hobbys die Dir Spaß und Freude bereiten? Die Dir Kraft und Ausgleich bieten?
  • und viele Fragen mehr….

Es geht dabei überhaupt nicht um eine Bewertung richtig oder falsch, sondern einfach nur um eine Bestandsaufnahme.

Authentisch sein und 3 Gründe, warum es sich lohnt, Dir selbst treu zu sein und warum Du dadurch glücklicher wirst

Nun überlege Dir, was Dir wirklich wichtig ist

Was ist für Dich wirklich wichtig, damit Du jetzt selbst in dieser Extremsituation, ggf. ohne Arbeit, mit Existenz- und Zukunftsängsten usw. einen Sinn, eine Aufgabe für Dich hast oder hättest? Wenn Du Dir jetzt mal wirklich die Zeit nimmst und dem nachgehst, hast Du jetzt gerade eine gigantische Chance…

Wir alle sind jetzt praktisch mit Vollgas vor eine Wand gefahren, unser gesellschaftliches Leben wurde fast auf null runtergefahren, sehr sehr viele sind auf Kurzarbeit oder stehen kurz davor.

Du hast jetzt dadurch die einmalige Chance, Deine wirklichen Werte, dass was für Dich wirklich notwendig ist zu entdecken, ohne das Du dafür in ein Kloster, in die Wüste oder auf den Himalaya gehen musst ….😊 Schreibe Dir all diese Punkte am besten auf und lege es anschließend erstmal beiseite.

 

Nun tue etwas was Dir gut tut

Genieße mal ganz bewusst eine Stück Schokolade oder Deinen Kaffee, Tee, ein warmes Bad oder eine Selbstmassage, schau Dir den herrlichen Sonnenschein an und wie es gerade anfängt in der Natur zu sprießen, alles wird immer grüner, der Wald wird dichter vor Blätter… oder sieh Dir ein Bild an u.v.m.

Desto genauer und detaillierter Du alles wahrnimmst und jede “Kleinigkeit” registrierst, den Geruch, den Geschmack, die Konsistenz, mit all Deinen Sinnen alles wahrnimmst, umso besser… Das ist Achtsamkeit.

 

Lass Dir Zeit dafür und nimm alles im Detail war

Nun machst Du Dich mental stark für das kommende.

Wenn man auf Abstand zur Krise geht und man sich mal raus nimmt, Ruhe gönnt, beginnt man neues in der Situation zu sehen und zu finden, auf einmal sieht man auch neue Wege, neue Chancen. Die Krise als Chance, man trifft ganz bewusst die Entscheidung das man auch diese Herausforderung gut schafft und dafür bereit ist sich zu wandeln, sich zu entwickeln. Man erkennt auf einmal vieles, weil Du dafür vielleicht sonst gar keine Zeit, Ruhe oder Muse hattest.

Dadurch werden neue Energien frei und man entwickelt eine neue Kraft. Der neue, ein anderer Weg beginnt…

Im Moment stehen wir an dem Punkt wo die Raupe sich in den Kokon spinnt und

"Es ist das Ende der Welt.", sagt die Raupe, "Es ist erst der Anfang!", sagt der Schmetterling.

Wie geht es weiter? Nutze die Krise (Corona) als Chance für Dich

Ich weiß, dass das die größte Herausforderung für sehr viele wird, nicht in der einen oder anderen Phase stecken zu bleiben oder darin zu versinken.

Entgegen vieler Psychotherapeuten, die jetzt den Rat geben das Haus, die Wohnung aufzuräumen, zu entrümpeln usw. um sich damit eine Aufgabe zu schaffen, weiß ich, dass man damit zwar durch die besondere Situation kommt, aber aus meiner eigenen Erfahrung heraus weiß ich auch, dass solche Dinge zwar helfen nicht in einem Loch zu versinken, aber es ist keine Lösung.

Irgendwann ist das Haus aufgeräumt und entrümpelt usw. Und dann?

Parallel dazu muss man anfangen zu erkennen, sich den Dingen bewusst werden, was ist hier mit mir passiert, was ist da abgelaufen und sich dem Ganzen stellen. Anschließend gucken was man verändern will für die Zukunft und dann anfangen, Dinge neu aufzubauen.

Dafür muss man alle Phasen zulassen und durchlaufen. Alles andere ist Verdrängung… Es ist nur ein verschieben und keine Lösung!!! Im Gegenteil es dauert nur länger bis man da wirklich durch ist und man wieder das Licht am Ende des Tunnels sieht.

 

Werden es alle so machen?

Ich denke, dass ein Teil der Menschen nach der Krise so weiter machen wird wie vorher und ein anderer Teil wird noch egoistischer egozentrischer asozialer und rücksichtsloser. Oftmals sind das dann die Jammerer und Meckerer „Früher war alles besser usw.“ Das sind die Menschen die in der Krise keine Chance sehen können. Die gegen Veränderungen sind. Die Angst haben etwas zu verlieren usw.

Und noch eine anderer Teil, hoffentlich der größere, wird durch die Krise lernen und die Welt verändern. Das wird eine gigantische Aufbauarbeit werden, aber wir haben jetzt die große Chance aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Wir haben die Wahl und die Möglichkeit aus der Krise eine Chance zu machen und die Krise als Chance zu nutzen.

Vielleicht ist das nicht von jedem die Intension, aber es liegt an jeden selbst wie er damit umgeht und was er daraus macht.

Da es diesmal jeden in irgendeiner Art treffen wird, damit meine ich nicht nur die gesundheitliche Corona Krise, sondern die daraus entstehende wirtschaftliche Krise. Diese wirtschaftliche Krise wird länger dauern und umfassender sein, da sie alle Bereiche und Branchen direkt oder indirekt trifft. Genau deshalb steckt in dieser Krise aber auch ein sehr viel größerer Veränderungsprozess und –möglichkeit, als durch die Finanzkrise 2008/2009. Wo keine 2 Jahre später schon wieder die selben Fehler gemacht worden, wie zuvor.

 

Veränderung wird möglich

Gerade durch diese Krise werden viele Menschen wieder persönliche, moralische, ästhetische und religiöse Werte, sowie die Sinnhaftigkeit ihres Handelns und Tuns, Liebe, Gemeinschaft und Solidarität wieder oder auch neu entdecken. Manche werden das nach dem Shutdown wieder ganz schnell vergessen und andere werden sich verändern. Und genau darauf kommt es an. Nicht mehr so weiter zu machen wie bisher, sondern

Beruf, Aufgabe, Sinn des Lebens

Was gut war wird bleiben oder wird neu aufgebaut, was sich nicht bewährt hat muss weg und Neues wird entstehen

Ich weiß das sehr viele davor Angst haben, weil sie denken sie halten das nicht aus, sie zerbrechen daran usw. Aber das stimmt nicht:

  1. Der Mensch schafft und kann sehr sehr viel mehr aushalten und ertragen als er zunächst denkt. Siehe dazu auch meinen Beitrag zur Resilienz.
  2. Liegt es an Deiner eigenen Bewertung. Siehst Du es als etwas schlechtes, schlimmes, Böses oder siehst Du es als Veränderungs- und Entwicklungsmöglichkeit für Dich selbst und für unsere Gesellschaft?
  3. Sieht Du in Krisen eine Chance? Nutzt Du Krisen als Chance? Das ist nicht ketzerisch, aber ohne Krisen wären wir gar nicht auf dieser Welt. Erst durch eine riesengroße Katastrophe entstand Sauerstoff in der Atmosphäre der Welt und nur dadurch sind wir hier auf dieser Erde überlebensfähig. Seitdem gibt es erst Leben hier, zumindest das was wir als Menschen bisher darunter verstehen.

Ja, ich bin Realist und deshalb sage ich hier auch ganz offen, das ich glaube, dass wir erst noch durch sehr großes und viel Leid gehen müssen, die mit dieser Krise verbunden sind, das werden persönliche, finanzielle, gesundheitliche Einschnitte sein, auch der Tod wird näher an uns heranrücken und wir werden mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert, aber schau doch mal zurück. War wirklich vorher alles nur schön? Gab es nicht auch da Dinge worüber Du Dich aufgeregt, geärgert usw. hast? Wo Du Dich ausgebrannt, unverstanden, alles viel zu oberflächlich und schnell war, Dich allein oder unverstanden gefühlt hast?

 

Ich sage ganz klar, natürlich gab es das.

Viele erkennen genau jetzt vielleicht wie sinnlos, unsinnig, belanglos und rücksichtslos das eine oder andere war. Womit sie ihre wertvolle Zeit vergeudet haben, weil sie tatsächlich dachten das immer alles so weitergehen wird. Das meiste wird uns immer erst rückblickend klar. Vielleicht kannst Du jetzt schon Dinge auf einmal wertschätzen, die für Dich bisher immer selbstverständlich waren, die Du sehr oberflächlich oder selbstverständlich behandelt hast?

Auf einmal bekommt doch der Spruch der älteren Generation die noch den Krieg erlebt haben: “Ach wie ist es schön das wir alle so schön zusammen sitzen können…” einen tieferen Sinn für Dich? Vielleicht wolltest Du diesen Spruch schon manchmal kaum noch hören? JA, genauso ist es. Das ist die Generation die weiß, dass es nicht normal und selbstverständlich ist das alle zusammensitzen können. Du erlebst das jetzt vielleicht zum ersten Mal und bekommst erst jetzt ein wirkliches Verständnis für die tiefsinnigen Worte und den Wert des einfach freien Zusammensitzens. Manche erkennen erst den Wert einer Sache, wenn sie es nicht mehr können oder haben… Das ist die Krise als Chance für das Kommende. Hoffentlich bewahrst Du Dir das und hörst in Zukunft genauer und besser hin, versuchst das Gehörte wirklich zu verstehen auch wenn Du es (noch) nicht kennst … und nimmst Dir viel bereitwilliger dafür Zeit.

Vielleicht bist Du auch von dem einen oder anderen enttäuscht? Ja auch das gehört dazu. In solchen Zeiten trennen sich auch sehr oft die Spreu vom Weizen…

 

Es kommt darauf an wie Du das Leben siehst

Es kommt auch darauf an wie Du das Leben mit den Schwierigkeiten siehst und verstehst. Ich verstehe das Leben nicht als Hürdenlauf. Viele sehen es aber so und das bedeutet, dass man immer wieder über diese Hürden (Probleme, Herausforderungen) springt und dann läuft man auf seinem Weg, der Runde weiter und wiederholt immer wieder das Gleiche.

Ich sehe das Leben mit seinen Schwierigkeiten eher als eine Treppe. Jede Stufe bedeutet eine Herausforderung und kann auch ein Problem darstellen, was man zunächst nicht weiß wie man es bewältigen soll, aber gerade das bedeutet dann, wenn man die Stufe hinaufgegangen ist, Entwicklung.

* * * * * *

Stelle Dir diese Treppe mal wirklich bildlich vor. Die Stufen sind unterschiedlich hoch. Manche Stufe hast Du bisher ganz leicht geschafft und gemeistert. Bei anderen hast Du vielleicht erstmal vorher etwas ausgeharrt. Bei der nächsten musstest Du vielleicht Anlauf nehmen. Manche erscheinen Dir übergroß und dann hörst Du Dir an wie es andere geschafft haben und letztendlich wirst Du immer Deinen Weg finden, diese nächste Stufe zu meistern bis Du ganz oben bist 😊

Deshalb lass uns diesen Leitspruch entwickeln und verinnerlichen. Machst Du mit? Hand drauf …

Lass dieses Bild um die Welt gehen.

"Es ist das Ende der Welt.", sagt die Raupe, "Es ist erst der Anfang!", sagt der Schmetterling.

 

Dieses Bild soll Mut machen und Zuversicht geben. Und uns erinnern, wenn wir gerade mal einen kleinen Durchhänger haben.

Ich wünsche Dir persönlich und uns Allen ganz viel Kraft und Entschlossenheit diese Herausforderung gemeinsam !!! gesundheitlich, wie wirtschaftlich und menschlich zu meistern.

Wir sind dazu in der Lage und schaffen das!

Gemeinsam heißt für mich, dass es Jeden einschließt. Das sind die Armen wie die Reichen, die Bedürftigen, Kranken und Pflegebedürftigen wie die Gesunden und Kraftvollen, die Glücklichen und Unglücklichen, die Großen und Kleinen, die Schönen und Hässlichen, die Braunen und Weißen …

 

Jeder muss und sollte jetzt seinen Beitrag leisten!

Und für all diejenigen, die diese Krise mit dem Tod „bezahlen“ müssen, ist es doch ein sehr schöner Gedanke zu wissen, dass es für eine zukünftig bessere, schönere Welt geschieht, wo alle erkennen

es geht nur mit- und füreinander statt gegeneinander.

Genauso wie es nur mit der Natur und nicht gegen die Natur geht!

 

Die Welt wird nach der Krise nicht mehr dieselbe sein!!!

Aber wir nutzen die Krise als Chance!!! 

 

In diesem Sinne auf eine schöne neue friedvolle Zeit und lass Dich nicht von Rückschlägen entmutigen. Nach jeder Nacht kommt der Tag, nach jedem Winter kommt der Frühling, nach jedem Regen kommt auch Sonne…

Deine Madeleine
Initiatorin Selbsthilfe Glück

Was hat Hingabe, sich fallen lassen können – mit Glück zu tun?

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